Infoveranstaltung Riesenbärenklau-Beweidung in Eitensheim

07. Juli 2022 : Der Naturpark Altmühltal informierte über sein Projekt zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus am 28.07.2022

Der Naturpark Altmühltal e. V. führt derzeit ein Versuchsprojekt zur Bekämpfung des Riesenbärenklau durch. Am Dienstag, den 28.06.2022 fand dazu in Eitensheim eine Informationsveranstaltung statt. In Anwesenheit von Hr. Bürgermeister Diepold, der Unteren Naturschutzbehörde, Hr. Ralf Siegerist, dem AELF IN-PAF, Hr. Birkholz und interessierten BürgerInnen skizzierten Geschäftsführer Christoph Würflein, die Ranger Manfred Bauer und Birgitta Hohnheiser sowie Projektleiterin Christa Boretzki vom Naturpark Altmühltal e.V. das Vorgehen und zeigten die ersten Ergebnisse.

Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze wurde im letzten Jahrhundert als Zierpflanze und vermeidliche Nutzpflanze bei uns eingeführt. Der Riesenbärenklau kann auf Grund seiner phototoxischen Wirkung beim Menschen heftige Verbrennungen hervorrufen. Ein Hautkontakt ist unbedingt zu vermeiden. Außerdem hat die starkwüchsige und fortpflanzungsfreudige Pflanze das Potential, die heimische Vegetation zu verdrängen.
Daher startete der Naturpark Altmühltal nach Vorversuchen in den letzten beiden Jahren 2022 eine versuchsweise Bekämpfung des Riesenbärenklau durch Beweidung mit Schafen und Ziegen, kombiniert mit einem mechanischen Ausstechen der Pflanzen, ein schon seit langem bewährtes Gegenmittel. Eine weitere Versuchsfläche befindet sich im Wassertal zwischen Denkendorf und Kipfenberg. Das Projekt wird vom bayerischen Umweltministerium und dem Landkreis Eichstätt gefördert und unterstützt.

Bei der Umsetzung ist der Naturpark Altmühltal auf die Kooperation der Eigentümer angewiesen. Von der Gemeinde Eitensheim gibt es hier viel Unterstützung, u.a. durch die Mithilfe der Bauhofmitarbeiter. Unterstützt wird das Projekt weiterhin maßgeblich durch die Untere Naturschutzbehörde Eichstätt sowie durch den Landschaftspflegeverband Eichstätt.

Ziel des Beweidungsversuches ist es, durch die Bekämpfung des Riesenbärenklaus offene, artenreiche Wiesenflächen zu fördern und die Ergebnisse des Versuchs als Handlungsempfehlungen an andere betroffene Kommunen und Akteure weiterzugeben.

Auf der Versuchsfläche konnten die Ergebnisse gezeigt werden, und das Ausstechen der Pflanzen mit einem zugespitzten Spaten, sowie die notwendige Schutzkleidung (u.a. lange, abgeschlossene, dichte Kleidung, Helm mit Spritzschutz etc.) erklärt und gezeigt. Auf der beweideten Fläche kann bestens beobachtet werden, wie die Tiere den Riesenbärenklau abfressen, und wie sich die Pflanzen bei einer Beweidung verhalten.

Wichtig ist noch der Hinweis, dass der Riesenbärenklau den Tieren nicht schadet. Sie sollten jedoch nicht gefüttert werden, auf der Wiese wächst alles, was die Tiere brauchen und ihnen guttut. Sie werden regelmäßig durch den Schäfer betreut.